Der Hausputz - Lust und Leidenschaft, die erotische Welt der Lisbeth Ritter

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Der Hausputz

„Ihr braucht Zeit für euch“, stellte Pat fest. „Du hast recht“, seufzte ihre Schwägerin, „aber ich kann die Kinder ja schlecht ins Gartenhüttchen sperren. Und beide gleichzeitig für ein ganzes Wochenende bei Freunden unterzubringen ist fast unmöglich. Alle wollen ja mal ihre Ruhe haben“, sie machte eine Pause, „Ich könnte sie höchstens einen Abend abgeben, aber dann haben Ben und ich einen langen Arbeitstag hinter uns und landen wahrscheinlich wieder nur vorm Fernseher anstatt im Bett.“
„Das liegt doch in deiner Hand. Erwarte ihn in scharfen Dessous. Verführ ihn.“
Ihre Schwägerin sah sie skeptisch an. „Ach, ich weiß nicht. Ich bin nicht so der Vamp-Typ. In Dessous käme ich mir albern vor.“ „Du musst ihn ja nicht in Strapsen und geschnürtem Leder begrüßen. Zieh irgendwas an, was ihm gefällt. Es muss ja nicht mal Wäsche sein. Irgendwas Scharfes. Unbewusst sprechen wir alle auf Klischees an. Ich zum Beispiel habe letztens einen Bauarbeiter mit nacktem Oberkörper gesehen, der sich leicht nach hinten beugte, um aus einer Dose zu trinken. Er sah nicht so toll aus wie in der Reklame und hatte sicher auch keinen Waschbrettbauch, aber es hat funktioniert. Gedanklich war ich sofort bei Dom in der Werkstatt, wo wir zufällig ganz alleine waren. Ruckzuck hatte ich die Hände unter seinem Hemd, habe ihn geküsst, seine Hose geöffnet und …“ „Schon gut, keine Details bitte“, lachte Sabine und fragte nachdenklich, „Nimmst du meine Kinder am Wochenende?“ „Äh, ja klar. Ich meine, ich frage Dom, nicht, dass er was vorhat, aber von mir aus gerne.“
„Bist du mir böse, wenn wir jetzt Schluss machen?“ Sabine überlegte nicht länger, kramte stattdessen zielstrebig ihre Sachen zusammen, „Ich muss noch ein Holzfällerhemd kaufen, bevor ich nach Hause fahre.“

Samstagmittag holten Pat und Dom die Kinder samt ihren Übernachtungsutensilien zu einem Ausflug ab. Das wahre Ziel der Aktion hatte Pat Dom auf die Bitte ihrer Schwägerin hin nicht verraten und so wie Ben dreinschaute, war auch er nicht eingeweiht, sondern sah nur jede Menge Arbeit auf sich zukommen. Pat spürte als Einzige Sabines Anspannung. Aufmunternd lächelte sie ihr zu und bekam ein nervöses Grinsen zurück.


„Du willst schon ewig das Holz von dem gefällten Nussbaum für den Kaminofen spalten und stapeln. Fang am besten damit an, während ich mir die Küche vornehme“, teilte seine Frau Ben die erste Aufgabe für heute zu.
Das hatte er befürchtet. Der Baum war uralt und riesig gewesen, bevor der Sturm ihm den Garaus gemacht hatte. Obwohl der Stamm und die Hauptäste schon zerlegt und die Zweige entsorgt waren, würde er Stunden brauchen. Ein Grund weshalb er die Arbeit ewig aufgeschoben hatte. „Ach ja, und zieh bitte deine Lieblingsjeans und dieses Hemd an.“ Überrascht sah er auf das karierte Flanellhemd, das Sabine ihm in die Hand drückte. Er wollte widersprechen, aber ihr Blick ging ihm durch und durch, löste ein lange nicht gefühltes Ziehen in seinem Bauch aus. Wieso, konnte er nicht sagen, aber er spürte plötzlich, dass sein Glied sich regte, und nickte wortlos.
Sie folgte ihm ins Schlafzimmer, sah zu, wie er sich umzog. „Und krempel die Ärmel hoch.“ Bevor er es tun konnte, legte sie selbst Hand an. Verwundert, stellte sie fest, wie sehr sie sich zu ihm hingezogen fühlte, wie sich ihre Atmung leicht beschleunigte.

Während sie sich die Küchenschränke vornahm, hörte sie erst die Motorsäge, dann das Schlagen der Axt, das Splittern des Holzes. Ihr Blick ging über die Spüle hinweg durchs Fenster nach draußen, um ihn zu beobachten. Ihre Hände sanken bewegungslos nach unten. In Gedanken stand sie hinter ihm, streichelte seine Schultern, seine Arme, schmiegte ihren Busen, der sich bei der Vorstellung daran zusammenzog, an seinen Rücken. Ihre Hände glitten nach vorne über seinen Bauch. Und tiefer. Versenkten sich in seinen Schritt. Ihre Finger legten sich um die wachsende Wölbung. Sie fing seinen Blick auf, als er aufsah und wäre fast rot geworden, so ertappt kam sie sich vor. Immer öfter sahen sie sich nun an, wenn einer von ihnen zufällig am Fenster vorbeikam. Ihn nur zu betrachten genügte ihr nicht lange. Sie brachte ihm einen Kaffee, half ihm ein paar Minuten beim Holzstapeln, weil sie in seiner Nähe sein wollte.
„Ich backe dir Pfannkuchen als Stärkung, wenn du magst.“ „Mit Ahornsirup?“ Sie nickte lächelnd, sie wusste, wie gern er den mochte, und hatte ihn extra besorgt.

Eine halbe Stunde später kam er in die Küche. Sie hatte die bequeme, aber ausgebeulte Hose gegen einen Rock und den alten Pulli gegen eine Bluse getauscht. Zwei Knöpfe mehr als sonst waren geöffnet. Unweigerlich blieb sein Blick an ihrem Décolleté hängen. Ihr Busen schien sich nach vorne zu recken und ihre Brustwaren richteten sich auf, als sie es bemerkte. „Sie sind gerade fertig“, sagte sie zögernd. Vielleicht sollte sie ihm statt der Pfannkuchen lieber sich selbst anbieten? Zu spät – dankend nahm er ihr den Teller aus der Hand – die Chance war vertan.
„Lecker“, zufrieden legte er die Gabel beiseite, seine Stimme wurde leiser, „Komm her.“ Er rückte vom Tisch ab, damit sie sich auf seinen Schoß setzen konnte. „Was hast du nur vor?“, fragte er, obwohl seine sanft ihren Ausschnitt entlang gleitenden Finger darauf schließen ließen, dass er eine sehr genau Vorstellung davon hatte. „Ich fürchte, meine Finger kleben ein bisschen von dem Sirup.“
„Das macht nichts“, murmelte sie, spürte dem ersehnten Prickeln nach. „Nein?“ Sie schüttelte den Kopf, sah zu, wie er weitere Knöpfe öffnete, den Stoff zur Seite schob. Ihr Busen hob sich heftiger. Seine Fingerspitzen bebten, als er ihre Haut streichelte. Es war lange her, dass sie es im Hellen getan hatten, einfach so, mitten am Tag. Er verdrängte den Gedanken, dass in der nächsten Sekunde ein Kind ins Zimmer stürmen würde. Seine Lippen erreichten die zarte Haut, ein Seufzen drang an sein Ohr, Finger fuhren liebevoll durch sein Haar. Sie reckte sich seinen Lippen mehr verlangend entgegen, sie wollte seine Zunge, sein Begehren. Endlich schob er den BH zur Seite, nahm abwechselnd ihre brennenden Spitzen in den Mund. Spielte zärtlich mit ihnen. Sie musste ihn küssen, jetzt sofort, beugte sich hinab, um seine Lippen mit ihren zu erreichen, seine Zunge mit ihrer zu locken. Sie wollte mehr. So lange hatten sie sich nicht mehr richtig geküsst. Leidenschaftlich. Verzehrend. Mit dem ganzen Körper. Beider Hände waren überall. Ertasteten nackte Haut. Zogen näher. Fassten. Suchten. Wie ihre hungrigen Münder.
Sanft schob er sie fort, bis sie vor ihm stand, suchte ihren Blick, während seine Hände unter ihren Rock drangen, ihre Schenkel streichelten, sich auf die Innenseiten konzentrierten. Er sah, wie sich ihre Lippen öffneten, wieder schlossen, wie sie schluckte, wie ihre Zungenspitze dazwischen auftauchte, um sie zu befeuchten. Sah, wie ihr Atem sich vertiefte. So weich, die Haut an seinen Fingern. Warm und feucht ihr Schritt, den er liebkosend erforschte. Ihr Slip landete auf dem Boden. Gebannt sah sie zu, wie er seine Hose öffnete. Sie streichelte seine Brust, aber er zog ihre Hand nach unten. Schloss ihre Finger um seinen harten Schaft. Stöhnte. „Setz dich auf mich“, seine Stimme klang verführerisch rau, belegt. Sie fühlte sich begehrt, gewollt. Ihr wurde heiß, ihr Puls beschleunigte sich. „Komm schon, komm her“, lockte er, hielt ihr sein pralles Glied einladend entgegen. Obwohl sie genau wusste, wie es sein würde, ihn aufzunehmen, wie es sich anfühlte, ihn in sich eindringen zu spüren, war es wie eine Wiederentdeckung. Genüsslich langsam ließ sie sich über seinen Schwanz gleiten, schloss die Augen und setzte sich auf ihm zurecht, begann sich zu wiegen. Seine Hände fassten ihren Hintern, halfen mit. Sie dirigierte seinen Kopf nach unten, seine Lippen an ihren Busen. Die Lust flutete ihren Körper heftiger, trieb sie an. Er ließ sie machen, ließ sie den Rhythmus bestimmen. Feuerte sie an, sobald sie seinen Mund freigab. Ihr Leib zog sich zusammen und sie krümmte sich, um seine Lippen erneut mit ihren erreichen zu können. Immer heißere Wellen jagten durch ihren bebenden Körper. Aufstöhnend lehnte sie sich nach hinten. Er verschlang ihren Busen geradezu, stieß ihren Bewegungen entgegen. Kommend presste sie sich wieder und wieder an ihn, ihre Finger bohrten sich in seine Arme. Sie bäumte sich auf. Ein letztes Mal, dann stöhnte sie erlöst auf.
Ihr Kopf ruhte an seiner Halsbeuge. Er streichelte sie lange. Hielt sie. Küsste sie, als sie aufsah und ihn glücklich anlächelte, zärtlich. Liebkosend strich er mit den Fingerrücken über ihre Wange.


„Lust auf eine zweite Runde?“, fragte sie. „Was hast du vor?“ „Du putzt die Fenster, ich sauge mal so richtig gründlich in den Ecken, hinter den Möbeln. Und ich will den Teppich aus dem Esseck raushaben. Wir versuchen es ohne. Wenn es nicht geht, will ich einen neuen, einen modernen.“ „Okay.“
Sie blieb auf ihm sitzen, knöpfte sein Hemd ganz auf, und er hoffte schon auf eine Fortsetzung ohne arbeiten zu müssen, aber sie zog ihm nur das Oberteil aus und bestimmte, dass er Oben-ohne weitermachen solle. Zu seiner Enttäuschung zog sie ihren Slip wieder an. „Das ist was anderes“, wehrte sie seinen Versuch ab, sie davon abzuhalten. „Gleiches Recht für alle“, protestierte er. Neckisch zierte sie sich ein bisschen, ließ sich schließlich kichernd Bluse und Rock ausziehen und holte nur mit Unterwäsche bekleidet den Staubsauger.
Das Putzen fing an, ihm Spaß zu machen. Er spürte ihre Blicke über seinen Körper wandern, fühlte wie er darauf reagierte, warf ihr ebenfalls verstohlene Blicke zu. Vor allem ihr Po, wenn sie sich nach unten beugte, gefiel ihm. Er war immer noch schön rund. Er sollte ihn viel öfter anfassen, dachte er und setzte seinen Vorsatz sogleich um. Gespielt erbost über die Unterbrechung der Arbeit, richtete sie sich auf, als sich seine Hände auf ihre Pobacken legten. „Ich muss das üben“, beschwichtigte er sie, „ich habe gerade beschlossen, dass ich ihn in Zukunft öfter anfassen werde. Egal, ob die Kinder dabei sind oder nicht.“ Ihr wurde wohlig, als seine Lippen ihren Hals erreichten. Sie schmiegte sich näher an ihn und fand, dass das eine ausgezeichnete Idee war.
Sich gegenseitig zunehmend begehrlichere Blicke zuwerfend, putzten und saugten sie sich von einem Zimmer ins nächste. Immer wenn er ihr half ein Möbelstück zur Seite zu rücken, berührten sich ihre Körper, rieben sich aneinander. Sie fragte sich, wieso sie sich so lange mit dem quasi heimlichen – bloß nicht vor zehn, damit die Kinder wirklich schliefen – Blümchensex im Bett – und auf keinen Fall zu laut, damit sie nicht aufwachten – begnügt hatte und erwischte sich bei dem Gedanken, dass sie die Zwei vielleicht doch ab und zu ins Gartenhäuschen sperren könnte. Solange sie dort Netz hatten, würden sie es sowieso nicht bemerken.

Das Schlafzimmer hoben sich Sabine und Ben unausgesprochen bis zum Schluss auf.
Ihre Blicke waren von Zimmer zu Zimmer frivoler geworden, beide genossen die viele nackte Haut, die häufigen Berührungen bei jeder sich bietenden und zunehmend auch jeder absichtlich herbeigeführten Gelegenheit. Als er das letzte Fenster in Angriff nahm, begann sie seinen Rücken zu streicheln, die Konturen mit den Fingern nachzufahren, seine Schulterblätter zu küssen. Sie reckte sich nach oben, bis ihre Lippen sein Ohr erreichten. „Ich will mehr sehen“, flüsterte sie und schob ihre Hände von hinten auf seinen Bauch. Schon war der Knopf seiner Jeans auf. Ihre Hände schmiegten sich um sein Geschlecht, wie ihre Scham an seinen Hintern, wie ihr Busen an seinen Rücken. Mit beidem rieb sie sich an ihm. Seufzend legte er seine Hände über ihre, verstärkte den Druck.
Um sie zu küssen, drehte er sich in ihren Armen, doch sie löste sich lachend. „Erst noch die Lampe“, verlangte sie mit blitzenden Augen, „komm, streck dich ein bisschen.“ Leider kam auf diese Weise nur wenig mehr nackte Haut zum Vorschein. Gerade als sie nachhelfen wollte, stieg er aufs Bett. Das war viel besser, stellte sie fest, zupfte an der Jeans, zog sie zusammen mit der Unterhose ein Stück nach unten, küsste ihn auf den Bauch, fasste seinen Po, knetete ihn ein wenig und zog die Hosen weiter nach unten. Ihr heißer Atem auf seinem Glied, ihre zarten Lippen, die sich seine Leiste hinab küssten. Stöhnend hielt er sich an ihren Schultern fest, genoss, mit Mund und Händen verwöhnt zu werden. „Das hast du ewig nicht getan“, brachte er heraus und verlor fast das Gleichgewicht.
„Komm lieber runter.“ „Mach lieber weiter.“
Sie lachte leise, „lass uns das erst fertigmachen.“
„Sag ich doch“, auffordernd, aber vergeblich, zog er die Hosen aus.
„Hilf mir erst noch, das Bett von der Wand abzurücken. – Sieh mal, da liegt der USB-Stick, den du ewig gesucht hast.“ Aber er hatte nur Augen für sie, wie sie da auf allen vieren kniete. Die Matratze neben ihr gab unter seinem Gewicht nach. „Bleib so“, klang es dunkel in ihr Ohr, „und leg den blöden Staubsauger weg.“ Er öffnete ihren BH, schloss die Linke um ihren Busen, tauchte die Rechte in ihren Slip, in ihre feuchte Spalte. Zärtlich biss er sie in die Schulter, tastete sich zu ihrem Kitzler vor. „Komm her, knie dich an den Rand“, er rutschte vom Bett, zog sie auffordernd am Knöchel. Gerade so weit, dass er ihren Schritt küssen konnte, streifte er den Slip nach unten. „Nimm die Beine etwas auseinander“, war das Letzte, was sie hörte. Dann spürte sie nur noch. Spürte seine Lippen, seine Finger und immer wieder seine Zunge. Stöhnend wand sie sich vor ihm, entzog sich, nur um ihm umso stürmischer entgegendrängen zu können. Seinem Lecken, seinem Begehren. „Geh rein!“, brach es aus ihr heraus. Sie musste IHN in sich spüren. Tief in sich drin. Augenblicklich. Sofort. Sein Finger war weg, dafür füllte sein pralles Glied sie aus. Aufrecht hinter ihr stehend schob er sich tief und tiefer in sie hinein, wurde schneller, beugte sich nach unten, um ihre Brüste fassen zu können. Als wollte er mich melken, dachte sie, aber plötzlich machte es sie an, wie er heftiger an ihren Spitzen zog und ihre Brustwarzen presste, wie er dabei immer schneller ruckartig in sie stieß, sein Keuchen an ihrem Ohr. Immer ungestümer schoss er in ihren Schoß, packte sie an den Schultern. Sie stemmte sich in die Matratze, trieb ihren heiß pochenden Unterleib nach hinten. Sie fühlte, wie sich seine Finger in ihre Hüfte bohrten, presste sich ihm begierig entgegen, ihr geschwollenes Fleisch zuckte um seinen Schwanz. Unbeherrscht prallten sie hart aneinander. Rammten im selben Rhythmus aufeinander zu. Immer schneller stieß er in ihre explodierende Lust. Sie kamen gleichzeitig.
Und sanken schwer atmend aufs Bett.
Halb zog er sie an sich, halb kam er ihr entgegen. „Binchen.“ Zärtlich glitten seine Fingerkuppen über ihre Oberarme. Sie hob den Kopf von seiner Brust, suchte seinen Blick. „Das hast du lange nicht gesagt.“ „Ziemlich dumm, nicht?“ „Der dumme Alltag“, murmelte sie an seine Lippen.


„Bleibt noch der Teppich“, stellte er fest. „Ja. Lass ihn uns raustragen, ich kann den Fetzen nicht mehr sehen.“
Er hatte die Jeans schon in der Hand, als sich ihre Blicke trafen. So direkt lüstern hatte sie ihn schon ewig nicht mehr angesehen. Wenn er recht überlegte, hatte sie ihn überhaupt noch nie so angesehen. Er ließ die Hose sinken. „So?“ Sie nickte, bemerkte sein Zögern. „Es ist fast dunkel und wer soll uns schon sehen. Von der Terrasse bis zur Garage sind es nur ein paar Schritte.“
Auch ihre Wäsche blieb im Bett zurück. Es fühlte sich herrlich an, nackt durchs Haus zu laufen, nackt die Möbel fortzuräumen.

Sie waren mit dem zusammengerollten Teppich genau zwischen Haus und Garagenwand, als die alte Frau Müller mit ihrem Dackel ums Eck bog. „Tu einfach so, als wäre alles normal“, zischte er, „sie sieht doch schlecht.“ Sabine schlug das Herz bis zum Hals. Gemeinsam wünschten sie einen schönen Abend, als Frau Müller zu ihnen herübersah. Sie erwiderte den Gruß freundlich und ging tatsächlich weiter, als wäre nichts geschehen. Kichernd stellten Sabine und Ben die Teppichrolle hinter die Garage und flitzten zurück ins Haus. Laut lachend fielen sie sich um den Hals.
„Lass uns zusammen duschen“ – ihr gefiel, wie er das zusammen betonte – „dann gehen wir richtig schick essen. Was Besonderes. Ohne Kinder, jeder isst sein eigenes Essen, so lange es warm ist. Schön gedeckt und ohne Gequengel. Du ziehst das sexy rote Kleid an, ich das Jackett, das du so gerne magst. Wir nehmen ein Taxi, damit wir beide ein Glas Wein trinken können.“
Verliebt schaute sie ihn an. Und er schaute genauso verliebt zurück.


Am nächsten Morgen wachte sie erst um neun Uhr auf und erschrak. Wieso waren noch keine Kinder ins Bett oder zumindest ins Zimmer gestürmt, wieso schepperte es nirgends? Was stellten die beiden gerade an, dass es so verdächtig ruhig war?
Ben kam vergnügt lächelnd mit einem vollbeladenen Frühstückstablett ums Eck und Sabine wurde bewusst, dass sie alleine waren. Zu zweit alleine. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.

Sie lag auf der Seite neben ihm, streichelte unter der Decke seinen Bauch.
„Das war eine gute Idee von dir, Binchen. Wir sollten die Kinder in Zukunft öfter bei ihrem Patenonkel abgeben, um das zu wiederholen.“ Sie nickte, „Ja, solange Pat und Dom nicht protestieren.“ Er drehte sich auf die Seite, um sie besser ansehen zu können.
„Du hast doch noch was“, ermunterte sie ihn, weiterzusprechen.
„Ich möchte, dass du mir etwas versprichst“, er nahm ihre Hand, „Ich werde dich von jetzt ab öfter küssen“, und führte sie an seine Lippen, „und streicheln.“ Er rückte näher, entließ ihre Hand, die auf seiner Hüfte landete, um ihre Wange streicheln zu können. „Hört sich gut an“, lächelte sie glücklich. „Und was soll ich dir versprechen?“ „Mich daran zu erinnern, falls ich es“, zärtlich strich er eine Strähne aus ihrem Gesicht, „nicht mindestens einmal am Tag tue.“ „Mit dem größten Vergnügen. Ich werde dich einfach meinerseits küssen, wenn du nicht daran denkst.“ „Ausgezeichnete Idee.“
Sein Blick ging zum Ausschnitt ihres Nachthemdes, ihrer folgte. Eine Brustwarze wagte sich vorwitzig heraus. Ein Zupfen am Stoff und sie lag frei. Sie sahen sich in die Augen, wie um Bestätigung zu suchen. Dann schlossen sich seine Lippen zärtlich um die Spitze. Seufzend rückte sie näher. Sein Kopf verschwand unter der Decke, feuchte Küsse überzogen ihre Schenkel, das Nachthemd nach oben schiebend, arbeitete er sich mit Fingern und Lippen liebkosend zu ihrem Schoß vor. Sehr lange widmete er sich dieser Partie, bevor er nach einem Schlenker über ihren Bauch, ihren Busen entblößte. „Zieh dich aus“, bat er und zog sich sein Oberteil über den Kopf.
„Oh, da schaut ja noch was anderes neugierig hervor“, stellte sie fest. Interessiert sah er zu, wie sich ihr Kopf seinem Hosenbund näherte. „Hmm, schön“, brummte er, als ihre Lippen sanft die Spitze berührten. Schnell badete seine Eichel in ihrem feuchten Mund. Stöhnend drängte er näher, schnell war die Hose fort und sein Kopf ebenso zwischen ihren Schenkeln, wie ihrer zwischen seinen. Hände und Münder erkundeten in einer lange vermissten Intensität und Ausdauer. Haut rieb an Haut. Körper wanden sich umeinander. Arme und Beine umschlangen. Ihre Küsse wurden gieriger. Ihre Bewegungen drängender. Ihr Stöhnen lauter. Alles um sie herum verschwand. Es gab nur noch sie. Nur noch Lust, Verlangen, Begehren. Dann war er in ihr drin. Tiefer zog sie ihn. „Schneller“, brachte sie heraus. „Komm“, keuchte er. Stoßen, zerren. Verschmelzen, explodieren. Ineinander versinken. Fallen lassen.


Nachmittags polterten zwei aufgedrehte Kinder mit einem selbstgebackenen Kuchen, den sie stolz und lautstark präsentierten, in die Wohnung.
Ein Blick von Pat auf die Gesichter der beiden, erübrigte jede Frage, ob das Experiment geglückt war.

Beim nächsten Telefonat mit Sabine sprudelte es nur so aus ihr heraus. Endlich konnte sie mit jemandem darüber reden. Ihren Freundinnen aus dem Ort hatte sie sich lieber nicht anvertraut. Sie hatte keine Lust aus Versehen das nächste große Gesprächsthema beim Frauenstammtisch zu sein.
Es genügte schon, dass Frau Müller die Geschichte mit dem Teppich offensichtlich zu gut gefallen hatte, um sie für sich zu behalten. Den Gerüchten nach, die daraufhin die Runde im Ort machten, hatte sie das Ganze ohne Namensnennung als Anekdote in ihrem Wanderverein zum Besten gegeben. Ihre Sehkraft war wohl doch noch recht gut.
Zum Glück hatten sie damals den verräterischen Teppich gleich am nächsten Tag in die Garage gelegt. Und die besonders Neugierigen, die auf der Suche danach die Hunde-Runde Frau Müllers abgegangen waren, hatten schnell aufgegeben, als das Wetter schlechter geworden war.
Nur die Nachbarin auf der linken Seite sah sie manchmal so komisch an, aber das hatte möglicherweise andere Gründe. Jedenfalls würde sich Sabine, wenn sie ihren Mann wieder die Fenster putzen ließ, auf die beschränken, die Richtung Garten gingen.
Sie lächelte bei dem Gedanken an den Artikel über den Nackt-Putz-Service, den sie vor Jahren gelesen hatte. Hätte sie nur gewusst wie aufregend das sein konnte. Doch vielleicht war die Zeit erst jetzt reif dafür gewesen.
Ob sie Ben für den geplanten Putztag eine neue Jeans kaufen sollte? Eine mit Knöpfen. Mindestens fünf. Die sie genüsslich einen nach dem anderen schön langsam öffnen würde …
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